Luka Bloom > Tour Archiv > Deutschland
Tour Poster Germany 2000 Keeper Of The Flame Tour

07 November 2000  Berlin - ColumbiaFritz
08 November 2000  Hamburg - Markthalle
09 November 2000  Köln - Prime Club
12 November 2000  Darmstadt - An Sibin
13 November 2000  Düsseldorf - Savoy Theater
14 November 2000  München - Café Muffathalle

Luka Bloom

Wer jemals ein Konzert von Luka Bloom gesehen hat, weiß, dass eine Stimme, eine Gitarre und vor allem großartige Songs ausreichen, um einen Saal voller Menschen emotional berühren zu können. Ohne große Lightshow oder sonstigen technischen Aufstand. Die Kraft des Songs - hier wird sie besonders deutlich.

Karsten Jahnke Konzertdirektion


musix - das konzertmagazin 11/00 - www.musix.de

Irische Seele - LUKA BLOOM

Für Lou Reed zählt Luka Bloom zu den besten Songwritern der Welt. Wer wissen will warum, sollte sich keinesfalls die Tour des sensiblen Iren entgehen lassen. Es war 1987 als Luka Bloom seine Gitarre packte und nach Amerika flog. Er wollte es wissen. Wollte checken, wie unbegrenzt die Möglichkeiten in Amerka für ihn sind. Seine erste Adresse war der College-Club in Washington D.C. mit dem Namen "Dylan's". Zehn Monate lang spielte er jeden Montag in diesem kleinen, aber feinen Club, zehn Monate erzählt er seinem größtenteils aus Studenten bestehendem Publikum seine leisen, aber eindringlichen Geschichten von Irland, von Liebe, Trauer, Hoffnung, Lust und Frust. "Es war eine herrliche Zeit", erinnert sich Luka Bloom, "ich habe dabei unheimlich viel gelernt." Tatsächlich hat er sich dabei das Rüstzeug für weitere Aufgaben draufgeschafft. Seine nächste Station hieß New York, der "The Red Lion"-Club. Hier geschah es. Hier wurde Luka Bloom entdeckt. Es folgten Amerika- und Kanada-Tourneen mit den Pogues und Hothouse Flowers, er spielte in Europa mit Lenny Krawitz und Bryan Adams (teilweise vor 70.000 Zuschauern), nahm diverse Alben auf und wurde zum Kritiker-Liebling.

Einer seiner größten Fans ist Lou Reed. Als die Rocklegende einen Songwriter- Abend machen sollte, wurde er gefragt, wen er noch dabei haben möchte. Seine Antwort: "David Byrne, Rosanne Cash und Luka Bloom". Heute lebt der irische Geschichten-Erzähler wieder in Dublin. Manchmal nimmt er mit Hit-Produzenten wie Peter Van Hooke (Joshua Kadison) oder Rod Argent eine wundervolle CD auf, manchmal packt er wieder seine Gitarre und geht auf Tour. Ein rares Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

KEEPER OF THE FLAME, Edel Contraire
7.11.- 14.11.00, Karsten Jahnke Konzertdirektion


Berliner Morgenpost online - Feuilleton - Dienstag, 07.11.2000

Die seltsame Covermusik des Luka Bloom

ABBA? Die fand Luka Bloom in den siebziger Jahren gar nicht gut. "Ich war damals ein ernsthafter Junge, der am liebsten Nick Drake hörte", erinnert er sich. "Dass so viele Leute zu ABBA tanzten, ärgerte mich." Diese Antipathie hat der irische Singer/Songwriter inzwischen abgelegt. Für sein neues Album "Keeper Of The Flame" interpretierte er nämlich "Dancing Queen" neu: "Aus Plastikpop eine Folkversion zu machen, war eine echte Herausforderung."

Blooms Coversongs faszinieren. Für die CD "Keeper Of The Flame" nahm er sich nur der Stücke seiner Kollegen an. Radioheads "No Surprises" ist ebenso vertreten wie The Cures "In Between Days" oder Joni Mitchells "Urge For Going". "Für mich gibt es zwischen Thom Yorkes und Joni Mitchells Songwriting eine Verbindung», erklärt der Ire. "Beide drücken ihre Gefühle aus. Sie gehen es bloß unterschiedlich an."

Blooms Musik ist eher vom Schlage einer Joni Mitchell oder eines Bob Dylan. Er hätte einfach ihre Songs covern können, natürlich. Aber das wäre ihm zu eintönig gewesen: "Ich wollte auch mal aus einem Cure-Stück etwas Besonderes machen." Selbst die Backstreet Boys sind unter diesem Gesichtspunkt nicht indiskutabel: "Wer weiß - vielleicht singe ich eines Tages eines ihrer Lieder."

Artikel von leisch
www.berliner-morgenpost.de


Hamburger Morgenpost Online - 07.11.2000

Luka Bloom im Spannungsfeld von Joni Mitchell und den Backstreet Boys
Ein Songwriter wühlt in seinem Plattenschrank


ABBA? die fand Luka Bloom in den 70er Jahren gar nicht gut. "Ich war damals ein ensthafter Junge, der am liebsten Nick Drake hörte", erinnert er sich. "Dass so viele Leute zu ABBA tanzten, ärgerte mich."

Diesen Frust hat der irische Singer/Songwriter längst abgelegt. Für sein neues Album "Keeper Of The Flame" interpretierte er sogar "Dancing Queen" neu: "Aus Plastikpop eine Folkversion zu machen, war für mich eine riesige Herausforderung." Überhaupt faszinieren Bloom Coversongs. Für "Keeper Of The Flame" nahm er u.a. Radioheads "No Surprises", The Cures "In Between Days" und Joni Mitchells "Urge For Going" auf.

"Es gibt zwischen Thom Yorke und Joni Mitchell durchaus eine Verbindung", erklärt der Ire. "Beide sind sehr emotionale Künstler, nur die Art ihres Ausdrucks ist unterschiedlich." Blooms eigene Musik ist eher vom Schlage einer Mitchell oder eines Dylan, zugleich zwei seiner Vorbilder. Einfach ihre Songs zu covern, wäre ihm zu eintönig: "Ich wollte auch mal aus einem Cure-Stück etwas Besonderes machen." Selbst die Backstreet Boys sind für den Musiker nicht indiskutabel: "Vielleicht singe ich irgendwann eines ihrer Lieder. Wenn die 16-Jährige zum Kreischen bringen, habe ich nicht das Recht, sie abzulehnen."

Morgen, Markthalle, 21 Uhr, AK 40 Mark.

Artikel von dl
www.mopo.de

top

Savoy Live Reviews
08.11.2000  Markthalle, Hamburg
13.11.2000  Savoy Theater, Düsseldorf
27.12.2000  Kommentar von Luka Bloom

Setlisten & Fotos
08.11.2000  Markthalle, Hamburg
09.11.2000  Prime Club, Köln
13.11.2000  Savoy Theater, Düsseldorf
14.11.2000  Café Muffathalle, München


die tageszeitung, Hamburg - Freitag, 10.11.2000

Soundcheck

Gehört: Luka Bloom, Markthalle.
Auf die IrInnen war auch bei Luka Bloom in der Markthalle wieder Verlass. Vor allem auf die Irinnen. Wer sonst in Hamburg würde sich trauen, seinem Idol hartnäckig "Throw your arms around me"! zuzugrölen? - Luka Bloom ließ sich erweichen: Bei der vierten Zugabe bekamen sie den Song. Dabei sind alle Stücke auf seiner neuen CD Keeper Of The Flame gecovered. Manche veredelt. Wer hätte gedacht, dass der "schwedische Folksong" (Bloom) "Dancing Queen" hörbar ist, wenn ihn nicht gerade ABBA interpretiert? Herausgekommen ist eine Sammlung bloomiger Lieder, die man sich sonst mühsam hätte zusammensuchen müssen: Von Bob Dylan, Joni Mitchell, Bob Marley ... Über Wind, der einem ins Gesicht bläst, vergängliche Liebe, herabfallende Blätter ... Genau das Richtige für November.

Eigentlich wollte Bloom diesmal auf dem Konzert nicht viel reden. Hat er dann aber doch. Wie üblich war er gut informiert - zum Beispiel darüber, dass seine Fans am Mittwoch Abend nicht auf das HSV-Spiel verzichten mussten, "weil sie ohnehin alle für den FC St. Pauli sind". Mit der Gitarre in der Hand, grinsend die Augen niedergeschlagen, wirkt Bloom immer wie ein Sextaner, der auf dem Schulkonzert das erste Mal auf der Bühne steht. "This is one of my favourite songs and I hope you like it." We did, in-deed.

Heike Dierbach
www.taz.de/pt/2000/11/10/a0363.nf/text


WOM Journal - 12/2000

Der Ire irrte nicht: Mit Eigen- und Fremdkompositionen
begeisterte Luka Bloom sein deutsches Publikum

Keine Vorband, keine große Kulisse oder Lichtshow, keine Begleitband, kein Nonsens. Ein Mann, drei akustische Gitarren und ein großer Blumenstrauß mitten auf der Bühne. Mehr brauchte der irische Singer-Songwriter nicht, um die mehr als 500 Fans für mehr als zwei Stunden die Außenwelt vergessen zu lassen.

Markthalle Auch wenn der Abend unter dem Motto seines neuen, ausschließlich aus Fremdkompositionen bestehenden Albums "Keeper Of The Flame" stand, sollte es bis zur achten Nummer dauern, bis Luka Bloom mit Bob Marleys "Natural Mystic" das erste Lied von der CD spielte. Auch im weiteren Verlauf des Abends wurden die zehn Songs von Künstlern wie The Cure, U2, Radiohead und den australischen Volkshelden Hunters & Collectors (von den Australiern in der Halle lautstark gefeiert) immer wieder von Eigenkompositionen unterbrochen. Wobei einmal mehr auffiel, dass sich der Ire mit seinen eigenen Songs nicht hinter den erfolgreichen Stücken der Kollegen zu verstecken braucht. Stücke wie "You Couldn't Have Come At A Better Time", das herrlich tanzbare "Delirious" oder die Gänsehaut erzeugende Ballade "Dreams In America" (an diesem Abend der chaotischen Präsidentschaftswahl dem Kandidaten der amerikanischen Grünen, Ralph Nader, gewidmet) hätten es verdient, selbst mit einer Tribute-CD von ähnlich begabten Künstlern oder Künstlerinnen geehrt zu werden. Hinzu kommt, dass der Musiker nicht nur ein untrügliches Gespür für den richtigen Song zur rechten Zeit hat, sondern auf Grund seiner mittlerweile fast 30-jährigen Erfahrung als Live-Performer auch ein begabter und unwiderstehlich sympathischer Entertainer ist, der es versteht, sein Publikum auch zwischen den Stücken mit Anekdoten und liebenswerten Geschichtchen bei Laune zu halten. So war die Stimmung in der sonst so tristen Halle am Hamburger Hauptbahnhof von ausgelassen bis fast schon andächtig. Bei ABBAs, von Bloom als schwedisches Volkslied angekündigtem "Dancing Queen" schäumte das Temperament von Sänger und Zuhörern über, nur um wenig später beim wunderbaren keltischen Traditional "Black Is The Colour" so herunterzufahren, dass im Auditorium eine Stecknadel zwischen Lukas Akkordwechseln hörbar hätte fallen können. Ein stimmungsvoller, spannungs- und emotionsreicher Abend, der kein schöneres Ende hätte finden können als mit dem als fünfte Zugabe spontan und a cappella improvisierten Jazz-Standard "Autumn Leaves".

Oliver Kube
WOM Journal


Luka Bloom's comment about the show in Hamburg
Message to the LukaList - 27 December 2000

... This year I am going to do something I never do, and single out one show for a special mention. It's the Markthalle in Hamburg. Can't explain it; but from the moment I walked on stage I was in the white light. It was effortless and dreamlike; and the response of the people was embarrassing, so lovely.

All shows are special, and I really try to make it that way. I never treat one city as more important than the other. You never know when this special feeling happens; so you look for it every time. It's a reward. This night in Hamburg, the sound was perfect, thanks Paul; the flowers were right; the lighting was fine. I was happy, and the people were sublime. Thank you; and thank you to all the people who come to these evenings. I am sharing this special moment with you, not to suggest that this was a 'better' show than anywhere else; only to share a special moment with you. It also confirmed something I have felt for a long time; that Germany is a country full of gentle, sensitive, kind people. Finally, I am beginning to find an audience there; slowly but surely; and I'm really happy about that...

top

LUKA BLOOM - Do 09.11.00 - PRIME CLUB
Der irische Singer/Songwriter stellt im November auf exklusiver Club-Tour das Material
seiner neuen CD vor, die ausschließlich Coverversionen von so unterschiedlichen
Künstlern wie Radiohead, Bob Dylan, The Cure und ABBA enthält.

PRIME CLUB - November Programm

Rheinische Post - Düsseldorfer Feuilleton - Mittwoch, 15. Nov. 2000

Der irische Sänger Luka Bloom trat im Savoy auf
Freude am Fremden

Savoy Theater Das frühere Vorzeige-Kino Savoy ist seit wenigen Wochen auch Konzertsaal für musikalische Spezialitäten, doch vielleicht hat es sich noch nicht herumgesprochen. So mußte sich der irische Sänger und Songwriter Luka Bloom mit einer mageren Publikumskulisse von rund 200 Fans bescheiden.

Der Bruder von Folk-Ikone Christy Moore - seinen bürgerlichen Namen Barry Moore legte er vor vielen Jahren ab - ist trotz des gewöhnungsbedürftigen Konzertortes bester Stimmung und witzelt, dass er nicht wie etwa Bob Geldof ("I Don't Like Mondays") Montage ablehnt. "Im Gegensatz zum Wochenende kommen dann wenigstens Leute ins Konzert, die da auch tatsächlich hin wollen", so die humorige Erkenntnis des Iren.

Mit dem Song "Exploring The Blue", inspiriert von Bressons filmischen Tauchgang "Im Rausch der Tiefe", eröffnet Bloom sein rund zweistündiges Solo. Er wirkt sensibler als sein markiger Bruder, seine Stimme klingt nuancierter, ständig scheint sie bemüht, Gefühle möglichst authentisch zu vermitteln.

Ganz anders klingt sein Gitarrespiel, insbesondere wenn der schneidend metallische Sound von Rudy erklingt (so nennt er seine schwarze Gitarre, das hellere Modell heißt Judy und die spanische Carmen) und dem Gesang eine konträre gradlinige Dynamik entgegensetzt. Im Hinblick auf die hohe Quote von Cover-Versionen im Repertoire ist man fast geneigt, Bloom die Songwriter-Eigenschaft abzusprechen. Zwar hatte er schon auf früheren Alben mit Presleys "Can't Help Falling In Love" oder mit "This Is The Sea" von The Waterboys sein Cover-Talent unter Beweis gestellt, doch hat er nun seine neue CD Keeper Of The Flame ausschließlich mit Fremd-Kompositionen bestückt.

Er eröffnet den Cover-Reigen sehr rhythmusbetont mit Bob Marleys "Natural Mystic" und verwandelt völlig unterschiedliche Titel wie "No Surprises" von Radiohead, "In Between Days" von The Cure und Tim Hardins "If I Were A Carpenter" in eigene Songs, ohne dabei die künstlerische Essenz des Originals zu verwässern.

Er habe in letzter Zeit viel über Rassismus nachgedacht, wobei er auch auf die Unterdrückung der Schweden gestoßen sei. Und deshalb wolle er nun ein schwedisches Volkslied singen, erzählt der ansonsten eher unpolitische Ire. Man hat es nicht glauben wollen, aber selbst "Dancing Queen" von ABBA wird durch Blooms Interpretation geadelt. Souverän erwies er für ihn wichtigen Songs und deren Komponisten seine Referenz. Dafür gab es vom begeisterten Publikum standing ovations. Luka Bloom verabschiedete sich mit Zugaben.

Bernd Schuknecht
Rheinische Post

top

© Rena Bergholz - Luka Bloom Page