Luka Bloom - Photos
Luka Bloom @ Fabrik, Hamburg

Saturday, 19 November 2005

Luka Bloom

Fabrik Hamburg

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Photos © Erwin Bergholz

L i v e R e v i e w
Hamburger Abendblatt - Montag, 21. November 2005

Luka Bloom: Appelle statt Zynismus

Fabrik HAMBURG


"Play some Irish music!" Der Kerl im Publikum gab keine Ruhe. Luka Bloom konterte souverän: "Die Songs sind alle irisch. Ich habe sie geschrieben." Tosender Beifall. Denn was am Sonnabend in der Fabrik zu hören war, läßt sich nicht auf das Klischee "Folk von der Grünen Insel" reduzieren. Ein akzentuierter Sound und eine rauhe, dunkle Stimme, die Wärme erzeugt und zugleich viel Sehnsucht und Schmerz transportiert.

Der Singer/Songwriter versteht sich als Weltmusiker, der aber aussieht wie der Typ von nebenan: ein Gesicht, dessen geränderte Augen permanent kommunizieren. Kein dauerfröhlicher Dubliner, sondern ein kritischer Geist. Zu Beginn seines knapp zweistündigen Konzerts bekundete er mit Verweis auf den US-Einsatz im Irak: "I am not at war with anyone." Leise stimmte ein Frauenchor ein. Doch auf der Bühne keine Sängerinnen. Nur der Mann auf dem Stuhl. Wahre Fans kennen ihren Einsatz. Magisch, die Stimmung.

Neue Stücke folgten - aus gutem Grund am Anfang des Abends: "Das Material drängt nach draußen. Und wenn ihr's schlecht findet, habt ihr's bis zum Ende der Show wieder vergessen." Rasant, meist elegant, pendelte Bloom zwischen Kalauern, Sympathiebekundungen für Hamburg und Gerechtigkeitsappellen.

Der Ire erzählte auch von seinem Album "Innocence". Unschuld brauche er zum Schreiben. Sonst bliebe nur Zynismus. Seine Hände spielten dabei einfach weiter. Körper und Gitarre, Finger und Saiten in Symbiose. Bei "Gypsy Music" produzierte er verspielte Ethno-Klänge. Bei "Sunny Sailor Boy" von den Waterboys lag ein Flair von "Wir haben uns alle lieb" in der Luft. Mit einer munteren Version von Robert Smith's "In Between Days" schuf Bloom das Genre "Gothic Folk Song". Und mit LL Cool J's "I need love" wagte er gar einen Rap. Einer der berührendsten Momente: Bloom besingt einen Strandspaziergang aus Sicht eines Mädchens. "Thank you for bringing me here". Ein Dank, dem sich das Publikum nur anschließen konnte.

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www.abendblatt.de/daten/2005/11/21/

Innocence Tour 2005 - Germany >>


© Rena Bergholz - Luka Bloom Page